Vegane Leberwurst selber machen

Heute gibt es mal wieder einen „selber machen“-Beitrag von mir. Da wir abends praktisch ausschließlich Stulle mit Brot 😉 essen, bin ich immer auf der Suche nach interessanten Aufstrichen und da ich doch leider sehr, sehr gerne Wurst esse, sind vegane Alternativen gefragt, da ich meinen Fleischkonsum reduzieren möchte.

Vegane Leberwurst unkompliziert selber machen

Es gibt vegane Leberwurst sicherlich auch zu kaufen, aber da sie sehr einfach selbst herzustellen ist, habe ich mich heute einmal daran gewagt.

Das Rezept habe ich von blueberryvegan.com und habe nur eine Zutat geändert. Ich zeige euch, wie ich die Ersatzleberwurst gemacht habe.

Ich hoffe, dieses einfache und schnelle Rezept inspiriert euch zum Nachmachen. Mit spannenden Gewürzen kann man da bestimmt variieren. Und es leidet kein Tier dafür und spart auch noch Müll. Super Sache!

Räuchertofu, Zwiebeln, nach Wunsch Knoblauch, Olivenöl – dazu ein paar Kräuter und Gewürze, die nicht auf dem Foto sind. Mehr braucht es nicht für die vegane Leberwurst. 🙂

Anleitung

Ihr braucht:

  • 200g Räuchertofu (ich habe gekauftes genommen)
  • 1 Dose Kidneybohnen (das war die letzte Dose, ab jetzt gibt es nur noch getrocknete Kidneybohnen, die ich vorher einweiche – reduziert das Verpackungsaufkommen)
  • eine Zwiebel
  • Olivenöl
  • Majoran
  • Petersilie (hatte ich nicht da, deswegen gab es eine Knoblauchzehe)
  • Salz
  • Pfeffer

Räuchertofu und die Zwiebel kleinschneiden, die Zwiebeln mit dem Majoran in dem Öl glasig anschwitzen. Alles mit einem Mixer pürieren. Fertig. 🙂

Hier schwitze ich die Zwiebeln an. Olivenöl und Keramikpfanne zusammen sind übrigens keine gute Idee, aber das wusste ich an dem Abend noch nicht.

Die Masse sieht aus wie Leberwurst (finde ich) und wirkte so aufregend, dass die Kinder völlig hysterisch in den Küche auf und ab gesprungen sind und alle Reste von den Gerätschaften ablecken wollten. Besonders im Fokus stand dabei der Pürierstab. Ich habe ihn schnell weggeräumt, damit alle heil bleiben.

Familiäre Beurteilung der Ersatzleberwurst

Auf dem Foto kann man noch die roten Schalen der Kidneybohnen erkennen. Das hat der Pürierstab einfach nicht geschafft. Das Brot ist vom Foodsharing.

Die Kinder fanden es lecker, der Mann, der Leberwurst isst, fand, es schmecke zu 70% nach Leberwurst und ich finde, es schmeckt sehr kräftig und würzig und auch fleischig. Ich esse allerdings eh keine Leberwurst, daher bin ich leicht zufrieden zu stellen. Die Knoblauchzehe habe ich überhaupt nicht rausgeschmeckt.

Probleme

  1. Die Küchenmaschine ist an den Kidneybohnen gnadenlos gescheitert. Ich habe daraufhin den Pürierstab genommen, der sich auch ganz schön gequält hat.
  2. Ich habe nicht so das Vertrauen, dass das Zeug frisch bleibt. Daher habe ich es in ausgekochte Gläser gefüllt und eingeweckt. Man muss das Schicksal ja nicht herausfordern.

Das genaue Rezept findet ihr unter: Vegane Leberwurst | Blueberry Vegan – Abruf_ 29.01.2021

Update am 03.02.2021:

Die Kinder essen die Ersatzleberwurst, aber das meiste muss ich essen. Dem Mann schmeckt sie zu unfleischig. Beim nächsten Mal würde ich deutlich kräftiger würzen, da die Kidneybohnen doch viel Salz und Würze absorbieren. Ich würde mehr mit Kräutern experimentieren, mit Thymian, vielleicht auch mit Knoblauch und die Menge an Kidneybohnen reduzieren. Andererseits machen die natürlich die Sättigung aus.

Eventuell könnte ich mir den Aufwand auch sparen und einfach ein Stück Räuchertofu aufs Brot packen und eine Gurken- oder Tomatenscheibe raufpacken. 🙂 Ich muss das mal probieren, ob das ein adäquater Ersatz für den Ersatz ist. ^^

Was steht als nächstes in der Küche an?

Wenn ich wieder Sojabohnen habe und Sojamilch selbst mache, will ich neue Möglichkeiten ausprobieren, das Okara (quasi der Trester aus den pürierten und ausgepressten Sojabohnen) zu verarbeiten, da ist mir schon ein spannendes Rezept ins Auge gestochen. Und wenn ich eh Sojamilch mache, kann ich die ja auch mal gerinnen lassen und Tofu daraus machen, spart wieder Müll. Mal sehen, wann ich während des Lockdowns dazu komme. Mit den kleinen Kindern den ganzen Tag an mir dran ist es gerade sehr schwierig, für länger als fünfzehn Minuten in der Küche zu stehen und dann auch noch Fotos zu machen.

Was macht ihr selber? Oder fehlt dafür gerade die Zeit? Ich kann es voll verstehen! Durchhalten ist wirklich schwierig gerade. Aber wir schaffen das! 🙂

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