Vegane Nuggets aus Okara

Wenn man aus Sojabohnen selbst Sojamilch herstellt, bleibt sehr viel festes Material nach dem Durchpressen übrig. Dieser Trester wird bei Soja Okara genannt und schmeckt ein bisschen nach Pflanze. Da immer ziemlich viel übrig blieb und es irgendwann langweilig war, dass immer nur in die Gemüsepfanne zu kippen und die Bouletten daraus nicht sehr gut geschmeckt haben (sie schmecken einfach nur grün :-P) habe ich nach Nuggets-Rezepten geschaut.

Hefeextrakt wird auf Seitan und Okara gegeben.

Da gibt es einige, ich habe nach Okara und Nuggets gesucht. Fündig wurde ich auf der Seite Paradiesfutter, ich verlinke euch das Rezept unter dem Beitrag. Dafür musste ich Seitan und Hefeextrakt bestellen, vor Ort habe ich nichts dergleichen gefunden.

Die Zutaten werden einfach miteinander gemischt. Der Hefeextrakt mit Umami-Geschmack macht ein leckeres, würziges Aroma, das an Fleisch erinnert. Der Teig war durch den Hefeextrakt ziemlich klebrig, konnte aber gut geknetet werden.

Die Panade war schon vorbereitet, bevor es an die Formung der Nuggets ging.

Danach war die Panade an der Reihe. Die sollte natürlich auch vegan sein, ehrlich gesagt war das die erste Panade ohne Ei in meinem Leben. Die hat aber auch sehr gut funktioniert. Zuerst wurden die Nuggetklumpen in einer Mehl-Wasser-Mischung gewälzt und danach in Semmelbrösel.

Zum Schluss haben wir die Nuggets gebraten, was auch gut und einfach funktioniert hat. Ich fand sie auch sehr lecker, sehr würzig. Ich empfehle, großzügig zu salzen, das Okara nimmt sehr viel Salzgeschmack auf.

Aus 500g Sojabohnen kommt eine üppige Menge an Nuggets raus.

Eigentlich wollten wir die Nuggets auch einfrieren, aber natürlich haben wir sie vorher aufgegessen. Einmal haben wir auch auf die Panade verzichtet und sie in reichlich Fett frittiert, aber das hat nicht gut geschmeckt.

Wie ist der aktuelle Stand?

Gerade gibt es bei uns nur gekaufte Nuggets und gekaufte Sojamilch. In Plastikverpackungen und in Tetrapaks. Ja, es ist traurig, aber ich weiß gerade nicht, wo ich die Zeit für diese aufwändigen Zubereitungen hernehmen soll. Im Moment überlege ich, ob ein Sojamilchbereiter eine Lösung wäre, der uns einen Großteil der mühsamen Arbeit mit der Sojamilchherstellung abnehmen könnte. Dann müssten wir nur noch das Okara verarbeiten und könnten auch auf die veganen Nuggets in Plastikverpackungen mit ihren zahllosen Zusatzstoffen verzichten. Andererseits ist es wieder ein Gerät, das Platz in der kleinen Küche beansprucht. Ich bin noch unschlüssig, da muss ich mir noch ein paar Erfahrungsberichte zu Gemüte führen.

Jetzt noch der Link zum Rezept:

Okara-Seitan-Nuggets – Paradiesfutter

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